Bücherei
Impressionen vom Buchsonntag
( 06.11.2011)
Wussten Sie dass jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr 9 Bücher liest? Mehr als die Hälfte der Freizeitleser greifen dabei am liebsten zu Krimis. Kaum weniger beliebt sind Sach- und Kochbücher. Ein Drittel kann sich vorstellen, auch E-Books zu lesen. Allerdings: Jeder Vierte liest leider nie ein Buch.
Quelle: www.neueszuhause.de
Dazu sei erwähnt: Die Nutzer der Bücherei St. Benedikt in Herbern haben 2011 durchschnittlich mehr als 20 Bücher gelesen. Das ist eine stolze Zahl!
„Bücher sind keine Menschen, sie sind Mittel, um zu den Menschen zu gelangen“ Charles-Louis de Secondat
„Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.“ Nietzsche
„Wer ein gutes Buch verschenkt, der gibt mehr als Geld, Brot und Arbeit – er gibt Friede, Freude, Frohsinn.“ H. Löns
Buch-Tipps der Bücherei St. Benedikt in Herbern:
"Mein Leben ohne Gestern" von Lisa Genova
Es geht um Alice, Psychologieprofessorin in Harvard, verheiratet, Mutter von 3 erwachsenen Kindern. Ihr Mann ist auch Professor. Im Alter von 50 Jahren wird bei ihr Alzheimer diagnostiziert.
Die promovierte Neurowissenschaftlerin und Autorin Lisa Genova beschreibt in ihrem Roman sehr anschaulich über das Thema des Vergessens. Ihre Protagonistin macht diese Erfahrung in einem relativ jungen Alter. Über einen zweijährigen Zeitraum lässt die Autorin den Leser an Alices Krankengeschichte teilhaben. Beginnend mit Ausfällen im Kurzzeitgedächtnis, die sich noch leicht mittels moderner Technik kaschieren lassen, über die Annahme der Krankheit bis hin zu dem Punkt, an dem sich Alice kaum mehr an das vorher gesagte Wort erinnert, vermittelt sie dem Leser sowohl die Ansicht des Betroffenen als auch die der Angehörigen. Auch die Familie leidet unter den Veränderungen. Bewegend stellt sie heraus, dass Alice trotz des Vergessens ihre Umgebung noch deutlich fühlt.
„Der Augenjäger“ von Sebastian Fitzek.
Zum Inhalt: Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben.
Fitzek hat wirklich das Talent seine Leser total in die Irre zu führen. Eine sehr spannende, emotionale, rasante, atemberaubende und rätselhafte Geschichte erzählt er in seinem neuesten Buch „Der Augenjäger“. Die ständig wechselnden Blickwinkel und das Böse was auf fast jeder Seite wieder neu ins Leben gerufen wird, macht das Buch zu einem Psychothriller der „besonderen“ Art. Und auch der Spannungsbogen ist perfekt abgestimmt und steigert sich von Seite zur Seite. Der Leser wird nicht mehr von der Geschichte losgelassen. Man will eigentlich nur noch lesen.
Tipp: Der Augenjäger' ist die Fortsetzung von 'Der Augensammler', und obwohl es ein in sich abgeschlossenes Buch ist, ist es ratsam, erst den ersten Band zu lesen, denn im 'Augenjäger' wird das Ende des 'Augensammlers' verraten. Selbstverständlich kann man sich „Der Augensammler“ auch in der Bücherei ausleihen!
„Kirschen auf Ricottaschnee“ von Giuseppina Torregrossa
Denkt man an Sizilien, denkt man zuerst an die Mafia. Dann an das schöne Wetter und natürlich das gute Essen. Ums Essen, genauer gesagt um kleine Süßspeisen, die so genannten Agathenküchlein geht es in dem Buch "Kirschen auf Ricottaschnee". Die Küchlein, welche die Form weiblicher Brüste haben, sind nämlich Grundlage für diese. Traditionell werden sie am Tag des Festes der Heiligen Agatha gebacken. Die Hl. Agatha lebte einst in Catania auf Sizilien und war der Legende nach eine gottesfürchtige, von allen geachtete Jungfrau. Von der Schönheit der jungen Frau angezogen, machte der Statthalter ihr Avancen, die Agatha ablehnte. Aus Zorn verschleppte der Statthalter sie und steckte sie für einen Monat in ein Hurenhaus, doch auch danach zeigte sich die junge Frau standhaft und wehrte die Annäherungsversuche des Mannes ab. Aus Zorn ließ dieser ihr schließlich die Brüste abschneiden. In der Nacht darauf erschien Agatha im Traum Petrus, der ihre Wunden versorgte und wie durch ein Wunder waren die Brüste am kommenden Morgen nachgewachsen.
Aufgrund dieser Legende gilt die Hl. Agatha unter anderem als Helferin bei Brusterkrankungen und wird besonders auf Sizilien verehrt.
Die Großmutter der kleinen Agatina macht diese „Minne di Sant’Agata“ nach einem besonders köstlichen Geheimrezept. Und während sie in der Küche hantieren, erzählt die Großmutter ihrer Enkelin die archaischen Lebens- und Liebesgeschichten ihrer Vorfahren. Agatina ahnt noch nicht, wie wichtig die „Minne di Sant’Agata“ einmal für sie werden wird.
„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ von Astrid Ruppert.
Annemie ist fast sechzig und hat sich viel besser gehalten, als sie selbst glaubt. Sie arbeitet für Liz, die mit ihrer Agentur Hochzeiten im großen Stil ausrichtet. Als die selbständige Hochzeitsplanerin Liz nach einem Unfall im Krankenhaus liegt, bittet sie ihre Nachbarin Annemie sie im Geschäft" zu vertreten, da sich gerade jetzt ein wichtiger Kunde angemeldet hat.
Annemie, die sehr zurückgezogen lebt, schlägt sich wacker durch die ihr fremde Welt und entdeckt dabei neue Seiten an sich, die ihr eine völlig neue Perspektive ermöglicht.
Annemie Hummel ist eine ältere Dame, wie wir uns alle eine Oma wünschen. Die kleinen Marotten, die sie sich im Verlaufe ihres Lebens angeeignet hat, machen sie nur noch liebenswürdiger. Man leidet mit ihr, versteht warum sie sich in die Routine ihres Alltags stürzt und davon nicht abweichen möchte.
Ist es die Angst vor Veränderung und ihre Art, mit der Enttäuschung, die sie verspürt wenn sie über ihr bisheriges Leben nachdenkt, umzugehen. Hatte sie doch ganz andere Vorstellungen vom Leben. Alles sollte anders laufen, schöner, romantischer, gefühlvoller. Die Herausforderung, Liz in ihrer Agentur zu vertreten gilt anfangs als zu groß. Sie fühlt sich ihr nicht gewachsen und unterschätzt sich. Ihre Mutter hat es sie gelehrt, realistisch zu sein und ihre Zeit nicht damit zu verschwenden, sich Träumen hinzugeben. Doch offenbart sich diese Situation als ein Geschenk des Himmels, das ihr den Zugang zu ihrem wahren Ich verschafft und sie an der Herausforderung wachsen lässt. Viel mehr als sie vermutet...
Dieses Buch und viele andere präsentiert die Bücherei St. Benedikt am Buchsonntag, 6. November 2011 auf der Buchausstellung im Pfarrheim an der Bergstraße in Herbern von 10.00 – 17.00 Uhr. Außerdem erwarten die Besucher ein Bücherflohmarkt, ein Schätz-Wettbewerb, Buchstabentiere und natürlich Plätzchen und Getränke.
Termine der Bücherei
Lesetreff
Buch: Benedict Wells "Fast genial"
Termin: Donnerstag, 17. November 2011
Ort: Bücherei im Pfarrheim St. Benedikt
Unser Angebot
Medien
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- Bücher für Erstleser
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- Romane, Krimis und Thriller
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- Zeitschriften
Der Bestand wird laufend durch Neuerscheinungen ergänzt.
Hier können Sie die Liste sehen.
Neues zum Buchsonntag 2011.pdf
Leserwünsche werden gerne entgegen genommen.
Unsere Ausleihe
Ausleihfrist
- 4 Wochen pro Buch und Kassette
- 2 Wochen pro Zeitschrift und Video
- Die Ausleihzeit kann verlängert werden
- Ausgeliehene Medien können vorbestellt werden
Gebühren
Gebühren für Ausleihe und Verlängerung betragen
jeweils 0,20 €
Bei Überschreiten der Leihfrist wird eine Gebühr von
jeweils 0,20 € pro Woche erhoben
Öffnungszeiten
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Mittwoch 15.30 Uhr - 17.00 Uhr
Adresse
Kath. Öffentl. Bücherei (KÖB) St. Benedikt
Bergstr. 27
59387 Herbern
Leitung und Ansprechpartner
Heike Schwartländer
Schützenstrasse 8
59387 Ascheberg-Herbern
02599/2133
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